12 August

Die Wahl der richtigen Heckenpflanze

Gemütlich auf der Terrasse sitzend, den Blick durch den Garten schweifen lassen. Schade nur, wenn der harmonische Anblick durch öde Gartenzäune oder kahle Mauern des Nachbarhauses unterbrochen wird. Sorgen Sie mit der richtigen Heckenpflanze für einen natürlichen und langlebigen Sichtschutz.

Immergrün, schnellwachsend, oder farbenfroh?
Die Wahl der richtigen Heckenpflanze ist, wenn man die Sortenvielfalt betrachtet, gar nicht so einfach. Je nach persönlichem Geschmack können Sie zwischen einer immergrünen Hecke und einer Pflanze mit farbwechselndem Laub wählen.

Einen immergrünen Sichtschutz erlangen Sie z.B. mit der Pflanzung eines Lebensbaumes. Diese pflegeleichte sowie robuste Pflanze ist besonders schnittverträglich und standorttolerant. Selbst mit kleinem Budget ist die Anschaffung einer Lebensbaum-Hecke möglich.

Wer eine elegantere Variante für seinen Garten vorzieht, ist mit einer Eibe gut bedient. Sie sorgt mit ihrem weichen dunkelgrünen Nadelkleid für edle Abwechslung.

Eine schnellwachsende und ebenfalls immergrüne Alternative sind die Kirschlorbeer und die Liguster. Im Frühjahr erfreut der Kirschlorbeer Ihr Auge mit cremeweißen, kerzenförmigen Blütenständen. Im August bringt er mit kleinen, roten Steinfrüchten Farbe in das sattgrüne Laub. Ähnlich verhält sich der Liguster, der mit gelblichweißen Blütenrispen und meist schwarzen Beeren ein beliebter Treffpunkt für Bienen und Vögel ist.

Wer einen auffälligeren Sichtschutz möchte, kann sich für eine der folgenden Buchen entscheiden. Die Hainbuche wirft ihr Laub im Winter ab. Die sommergrünen Blätter mit ihren kleinen Zacken färben sich dabei vorher im Herbst in ein leuchtendes Gelb.

Einen ebenfalls schönen Farbwechsel bieten die Blut- und Rotbuchen. Beide vertragen Sonne und Schatten gleichermaßen und lassen sich aufgrund ähnlicher Pflegevoraussetzungen hervorragend nebeneinander pflanzen. Der Unterschied liegt lediglich in der Blattfärbung. Während die Blutbuche bereits im Frühjahr von knallig blutroten Blättern gekleidet ist, trägt die Rotbuche vorerst grünes Laub, bevor sie im Herbst ihre Farbe zu einem interessanten Rotbraun wechselt. Beide Arten behalten im Winter ihr bräunliches Laub, welches kleinen Tieren in der Kälte Zuflucht gewährt.

Wurzelware oder Containerware - das sind die Vor- und Nachteile
Haben Sie die passende Pflanze gefunden, müssen Sie nur noch den richtigen Pflanztermin beachten. Aktiv sollten Sie bei der Pflanzung bestenfalls im frühen Herbst werden. So haben die Pflanzen noch die Möglichkeit, ihre Wurzeln auszubilden, bevor der Frost eintritt. Dies ist vor allem bei frostempfindlicheren Sorten wie z.B. der Kirschlorbeer wichtig.

Bei Heckenpflanzen steht spätestens bei der Kaufentscheidung die Frage im Raum ob man sich für Wurzelware (Pflanzen ohne Ballen und ohne Topf - wurzelnackt) oder Containerware (Pflanzen im Topf gewachsen) entscheidet.
Die kostengünstige Wurzelware ist im Freiland gewachsen und kommt so meist ballenlos daher. Diese Heckenpflanzen werden dann oft bereits im Herbst in den Baumschulen gerodet und sind deshalb zu diesem Zeitpunkt frischer bei dem Ankauf. Die Pflanzung erfolgt somit direkt im Herbst, oder im Frühjahr noch vor dem Austrieb.
Zu beachten ist hier, dass Wurzelware durch den fehlenden Ballen schneller und leichter austrocknet und sollten kurz nach dem Kauf sorgfältig eingeschlagen oder direkt eingepflanzt werden. Denn schon nach kurzer Zeit können bei der Wurzelware die feinen, sehr wichtigen Haarwurzeln, durch Trockenheit absterben.

Das Einschlagen von Pflanzen bewahrt diese vor dem Austrocknen und ist eine traditionsreiche Technik indem Pflanzen in künstlichen Erdgruben oder Erdhügeln, den sogenannten Mieten, gelagert werden. Für längere Zeit oder auch nur für die Zwischenlagerung.

Um Heckenpflanzen oder Gehölze einzuschlagen wird zunächst eine ungefähr zwei Hände tiefe Rinne gegraben. Die dabei ausgehobene Erde wird auf einer Seite der Rinne als Wall gelagert. Die Heckenpflanze wird mit der Wurzel zuerst in die Rinne gelegt, so dass der Stamm auf dem kleinen Erdwall lagert. Als nächstes wird die Rinne gefüllt und die Rinne von der Wurzel bis zu dem unteren Stamm mit Erde bedeckt. Solange dann für den Einschlag eine schattige Stelle gewählt wurde, sind die Pflanzen vor dem vorschnellen Austrocknen sicher.

Im Gegensatz zu der wurzelnackten Ware ist die Containerware im großen Vorteil, dass sie ganzjährig, solange kein Frost im Boden ist, gepflanzt werden kann. Durch die Materialkosten ist die Containerpflanze im Vergleich zu der Wurzelware jedoch etwas teurer, bietet aber den pflegeleichten Vorteil nicht so schnell von Austrocknung betroffen zu sein. Können die Pflanzen nach dem Kauf also nicht unverzüglich eingepflanzt werden, stellen Sie diese an einen windgeschützten Ort dicht zusammen und gießen die Töpfe, je nach Wetterlage, regelmäßig.
Selbst in den Sommermonaten kann eine Hecke, die im Topf gewachsen ist, gepflanzt werden. Ein erhöhter Wasserbedarf ist macht die Heckenpflanzung zu dieser Jahreszeit allerdings etwas aufwendiger.

Für weitere Informationen zum Einpflanzen der Heckenpflanzen als Wurzelware und zur Containerware ist unter Pflanztipps noch einmal ausführlich eine nützliche Pflanzanleitung mit allen Details zu finden.

Die Hecke richtig einpflanzen und pflegen
Das Einpflanzen selber sollte auch bei Hecken gut vorbereitet sein:
Staunässe ist der auserkorene Feind einer jeden Hecke. Eine Gefahr, die im großen Stil durch Drainagen gelöst werden kann, aber auch für den Kleingärtner ist das Auflockern des Bodens durch Untermischen von Sand oder Kies eine gute Lösung. Den Boden vorher also sorgfältig auflockern.
In Neubaugebieten besteht das größte Problem in Bauschutt und sehr sandige Böden. Vor der Pflanzung gehört sowohl das Auflockern des Bodens sowie das großzügige Untermischen von Torf, oder optimal Komposterde zu der Vorbereitung.  Nach dem Pflanzen ist das Angießen ein Muss - dem Wachstum der hauseigenen Hecke steht so nichts mehr im Weg. Auf eine regelmäßige Wässerung sollte in den ersten Wochen, besonders in trockenen Jahreszeiten geachtet werden.
Ist die Hecke erst angewachsen, sind nur noch wenige Pflegearbeiten notwendig. Natürlich soll sie immer gut in Form bleiben, das heißt ein jährlicher Schnitt auf eine bestimmte Höhe und an den Seiten ist hier angebracht. Der Schnitt sollte im Sommer, wenn die Wachstumsphase und die Brutzeit vorbei ist, erfolgen.
Für ein gesundes Erscheinungsbild und kräftiges Wachstum bietet sich eine Düngung im Frühjahr an.
Werden diese Tipps beachtet steht der langjährigen Heckenfreude nichts mehr im Weg.

Zur Übersicht hier noch einmal die wichtigen Punkte für die Hecke:
1. Zuerst entscheidet man sich, welches Ziel mit der Heckenpflanzung verfolgt wird: Ein immergrüner Sichtschutz oder eine natürliche Gartenabgrenzung, die auch farbenfroh sein darf
2. Zu welcher Zeit soll gepflanzt werden
3. Den Boden vor der Pflanzung richtig vorbereiten
4. Regelmäßige Pflegearbeiten beachten

Egal, welche Heckenpflanze Ihren Geschmack entspricht, wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Pflanzen.
 



Jetzt Weihnachtsbäume selbst anpflanzen - Nordmanntanne oder Fichte?

Nordmanntanne: Der absolute Verkaufsschlager ist nach wie vor die Nordmanntanne (Abies nordmanniana). Die frischgrün-glänzenden, weichen Nadeln und der etagenförmige  Wuchs stellen den deutschen liebsten Weihnachtsbaum dar. Eine äußerst robuste Tanne, die problemlos in wärmere Räume gestellt werden kann.

Mit einem Zuwachs von 10-20 cm, je nach Alter (in den ersten Jahren langsamer) und Boden, dauert die Kultur stolze 8 - 10 Jahre, bis die erste Verkaufsgröße erreicht ist. Ansonsten ist der Anbau der völlig winterharten Pflanze problemlos, durch den späten Austrieb ist sie auch nicht spätfrostgefährdet. Die 4- und 5-jährigen Nordmanntannen wurden mindestens einmal verpflanzt und sind mit einer Größe von 15-25 bzw. 25-40 cm der Verkaufsschlager bei den Jungpflanzen.  Folgende Größen mit der Herkunft "Ambrolauri"  sind die Standardgrößen, die im Shop als Freilandware  angeboten werden:

2/0  5-10 cm

2/1  10-15 cm

2/2 15-25 cm

2/3 25-40 cm

Weitere Verkaufsgrößen werden in den Größen 10-15 cm und 15-20 cm im 9er Topf angeboten

 

Blaufichte: Neben der Nordmanntanne ist die Blaufichte (Picea pungens 'Glauca') ein beliebter Weihnachtsbaum. Die sehr kräftigen, waagerechten Äste sind von außergewöhnlich blau schimmernden Nadeln bestückt, welche in den jungen Jahren weich und im Alter sehr zäh und stechend sind. Sie eignet sich vor allem für die Verwendung im Außenbereich, Unempfindliche stellen sich die Fichte auch gerne ins Haus, wo sie einen angenehmen weihnachtlichen Duft verströmt.

Der Zuwachs von ca. 15 - 30 cm im Jahr können die ersten Verkaufsgrößen bereits nach 3 - 5 Jahren, je nach Alter und Boden, erreicht werden.

Zum Aufpflanzen eignen sich folgende Jungpflanzengrößen als Wurzelware:+

2/0 5-8 cm

2/1 15-30 cm

2/2 25-50 cm Blaufichten im 9er Top sind in der Größe 20-40 cm erhältlich.

 

Rotfichte: Der Hit für den Außenbereich ist die gewöhnliche Rotfichte (Picea abies), sie hält jeder Temperatur stand und kann problemlos schweren Christbaumschmuck tragen. Für warme Räume ist Sie dagegen eher nicht geeignet, da die Freude an den dunkelgrünen, flachen Nadeln nicht lange hält.

Als Jungpflanze im Vergleich etwas hochpreisiger, dafür ist Sie sehr schnell wachsend (40-65 cm im Jahr), so können die ersten Größen bereits nach wenigen Jahren verkauft werden.

Jungpflanze aus dem Freiland sind in folgenden Größen erhältlich:

2/0 5-8 cm

2/1 20-40 cm

2/2 40-70 cm und 70-90 cm

 

Welche Jungpflanzen gibt es für die Weihnachtsbaumkultur noch?

Abies nobilis, die Edeltanne mit weichen, abgerundeten Nadeln. Das Schnittgrün wird gerne für Adventsgestecke und Weihnachtsdeko verwendet. Der Zuwachs beträgt 5-10 cm im Jahr und gehört somit zu der sehr schwach wachsenden Kultur.

Edeltanne aus dem Freiland:

2/0 5-8 cm

2/1 15-30 cm

2/2 20-40 cm

 

Abies lasiocarpa, die Korktanne ist die außergewöhnlichste Art unter den Weihnachtsbäumen. Der edle Wuchs braucht seine Zeit in der Kultur: Mit einem Zuwachs von ca. 10-40 cm, je nach Alter und Boden, ist Sie nach ca. 8 Jahren verkaufsfertig.

Korktannen aus dem Freiland:

2/0 5-8 cm

2/1 15-30 cm

2/2 20-40 cm

Jungpflanzen im 9er Topf sind in der Größe 20-40 cm erhältlich.

 

Fazit: Die schnelle Kultur lässt sich mit Fichten umsetzen. Diese sind im Verkauf  hauptsächlich für den Außenbereich beliebt. Auf Platz 1 des Christbaumes für das Wohnzimmer steht nach wie vor die Nordmanntanne mit seinen weichen Nadeln,  die steht allerdings einige Jahre in der Kultur.

Für die Herbstpflanzung empfehlen wir die günstige Wurzelware. Container oder Bioweichwandcontainer (selbst abbauend) für den Sommer.

 

Wo kommen die jungen Weihnachtsbäume her?

Auf die Herkunft der Weihnachtsbäume ist für die hochwertige Qualität besonders großen Wert zu legen:

Seit mehr als zwei Generationen produziert die Qualitäts-Baumschule aus Deutschland Weihnachtsbaum-Jungpflanzen. Besonders gute Erfolge werden mit dem Saatgut aus russischen (Ambrolauri) und georgischen (Borshomi) Herkünften erlangt. Daneben gibt es auch besondere Plantagen-Herkünfte aus Dänemark. Sie sind an weiteren Auskünften über die Herkunft der Jungpflanzen interessiert? Kontaktieren Sie uns doch einfach über das Kontaktformular.

Die Jungpflanzen stehen alle 2 Jahre im Beet, werden anschließend entweder sofort verkauft (2/0), oder für weitere Jahre aufgepflanzt und je nach gewünschte Größe nach 1 (2/1), 2 (2/2), oder 3 Jahren (2/3) verkauft.

Vor allem die 3- und 4-jährigen Jungpflanzen haben sich als optimale Ware zum Aufschulen einer Weihnachtsbaumanzucht herauskristallisiert.  Nordmanntannen sind auf Wunsch auch als stärkere, mehrfach verschulte, 5-jährige Pflanzen erhältlich.

 

Was gibt es bei der Pflanzung zu beachten?

Bioweichwandcontainer bieten viele Vorteile für die Pflanzen der jungen Weihnachtsbäume. Die Wurzeln dringen durch den Weichwandcontainer und bilden daher keine Drehwurzeln, wie im Plastiktopf. Beim Einpflanzen ist ein ungestörtes weiterwachsen gegeben, da die Wurzeln nicht durch ausstechen und raus reißen aus dem Topf beschädigt werden, und erreichen bereits im ersten Jahr gute Zuwächse. Es fällt nicht mal Müll an, die Biocontainer verrotten einfach in der Erde. Besonders für Sommerpflanzungen sowie auf schwierigen Böden, oder wer einfach 2 Jahre sparen will sollte sich für die starke Qualität im Bioweichwandcontainer entscheiden. Der höhere Preis  im Gegensatz zu Topf- oder Wurzelware ist somit unabdingbar.       

Wurzelware ist besonders bei sehr großen Stückzahlen die günstigste Lösung für die Weihnachtsbaumkultur. Die Pflanzzeit beschränkt sich in der Regel hierbei auf wenige Wochen im Frühjahr und Herbst. Hierbei ist nämlich drauf zu achten, dass sich keine Erde an den Wurzeln befindet.  Das heißt um Austrocknungen und eine zu große Wachstumsstörung zu vermeiden müssen die wurzelnackten Pflanzen direkt nach Erhalt der Ware eingepflanzt werden. Die Erfahrung in der Weihnachtsbaumkultur bestätigt leider eine erhöhte Ausfallquote bei der Wurzelware.

Topfpflanzen sind in vielen verschiedenen Größen erhältlich. Das Austopfen der Jungpflanzen erhöht den Arbeitsaufwand beim Pflanzvorgang erheblich, außerdem fällt ein großer Teil Müll an. Dennoch sind die Weihnachtsbaum-Jungpflanzen im Topf empfehlenswert für alle, die kleine Stückzahlen pflanzen und schon größere Ausgangsware haben möchten. Ein weiterer Vorteil ist, dass die getopften Pflanzen nach dem Erhalt der Ware nicht sofort eingepflanzt werden müssen, sie können im Topf gewässert und später gepflanzt werden.

 

Vor der Pflanzung sollte der Boden gut vorbereitet werden: Boden lockern und Nährstoffgehalt prüfen, eventuell mit einer Gründüngung ein Jahr vor der Pflanzung die Bodenbedingungen optimieren. Die Jungpflanzen mit genügend Abstand und nicht zu tief pflanzen. Besonders in den ersten Jahren darauf achten, dass die Pflanzen unkrautfrei stehen, damit Sie auch genügend Licht bekommen.  Für eine optimale Entwicklung des Weihnachtsbaumes sollte regelmäßig nachgedüngt werden

 

Selber Weihnachtsbäume anpflanzen?

Wer sich nun also in die Weihnachtsbaumkultur stürzen möchte, sollte vorab bedenken welche Bodenverhältnisse gegeben sind, welche Stückzahlen aufgepflanzt werden sollen und vor allem wozu die Ausgangsware dienen soll. Um etwas sehr Außergewöhnliches, oder eine Alternative zum Standard zu bieten, gibt es auch eine große Auswahl an weiteren Jungpflanzen zum Aufschulen: Z.B. die Colorado-Tanne, Omorika-Fichte, Schwarz-Kiefer, oder die Douglasie, uvm. ... Besondere Weihnachtsbaumarten, oder Herkunftswünsche können selbstverständlich über das Kontaktformular angefragt werden.

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